Ein Gastbeitrag erscheint auf einem Fachportal, eine Studie wird von mehreren Medien aufgegriffen oder ein Unternehmen wird als Experte zu einem bestimmten Thema genannt. Solche Veröffentlichungen können zunächst ganz unterschiedliche Ziele verfolgen. Sie schaffen Aufmerksamkeit, bringen eine Marke ins Gespräch und können außerdem für relevante Verlinkungen sorgen. An diesem Punkt treffen Linkbuilding und Online-PR aufeinander. Statt beide Bereiche getrennt zu planen, kann es deshalb sinnvoll sein, sie stärker miteinander zu verbinden.
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Der passende Raum für Linkbuilding
Beim Linkbuilding geht es nicht einfach nur darum, möglichst viele Links auf eine Website zu bringen. Auch der Zusammenhang, in dem eine Verlinkung erscheint, ist wichtig. Ein Link aus einem thematisch passenden Beitrag wirkt schließlich anders als eine Platzierung auf einer Seite, die mit dem eigentlichen Unternehmen kaum etwas zu tun hat. Deshalb beginnt guter Linkaufbau eigentlich schon bei der Frage danach, welche Themen zu einer Marke passen. Daraus können Fachbeiträge, Ratgeber oder andere Inhalte entstehen, die einen echten Grund für eine Verlinkung liefern. So rückt Linkbuilding automatisch näher an klassische redaktionelle Arbeit heran. Themen müssen recherchiert werden, Inhalte verständlich aufbereitet und passende Veröffentlichungsmöglichkeiten gefunden werden.
Online-PR verfolgt noch weitere Ziele
Online-PR setzt an einer ähnlichen Stelle an, richtet den Blick allerdings eher auf die öffentliche Wahrnehmung eines Unternehmens. Dabei kann es um neue Produkte, eigene Daten, Fachwissen oder interessante Entwicklungen innerhalb einer Branche gehen. Nicht jede Meldung eignet sich dabei automatisch für eine Veröffentlichung. Ein Unternehmen braucht zunächst ein Thema, das auch außerhalb der eigenen Website interessant ist. Eine eigene Untersuchung oder eine ungewöhnliche Auswertung kann zum Beispiel mehr Anlass für einen redaktionellen Beitrag bieten als eine reine Produktvorstellung. Wenn ein solches Thema von einem Online-Medium aufgegriffen wird, entsteht daraus im besten Fall mehr als nur Reichweite. Auch Erwähnungen und Verlinkungen können Teil des Ergebnisses sein.
Beide Bereiche lassen sich gemeinsam planen
Aus diesem Grund kann es praktisch sein, Linkbuilding und Online-PR nicht in zwei völlig getrennten Strategien zu behandeln. Inhalte, Kontakte und Themenideen lassen sich teilweise für beide Bereiche nutzen.
Ein kurzes Beispiel dafür: Ein Unternehmen wertet eigene Daten zu einer aktuellen Entwicklung aus. Die Ergebnisse können zunächst für die Pressearbeit aufbereitet werden. Gleichzeitig entsteht daraus ein Inhalt, auf den andere Websites bei ihrer Berichterstattung verweisen können. Eine einzige gute Idee erfüllt damit mehrere Aufgaben. Agenturen können an dieser Stelle unterschiedlich aufgestellt sein. Die Linkagentur ist ein Beispiel für Linkbuilding-Agenturen, die Linkaufbau und Online-PR unter einem Dach abdecken. Der Vorteil eines solchen Ansatzes liegt vor allem darin, Themen und Maßnahmen aufeinander abstimmen zu können, statt beide Bereiche unabhängig voneinander zu bearbeiten.
Verschiedene Ansätze für verschiedene Inhalte
Trotz der Überschneidungen sollte nicht jeder PR-Beitrag nur mit Blick auf einen möglichen Backlink erstellt werden. Genauso wenig muss jede Linkbuilding-Maßnahme eine große PR-Kampagne werden. Es geht viel eher darum, so früh es geht zu erkennen, wo sich beide Bereiche sinnvoll ergänzen. Ein Fachbeitrag kann gezielt Wissen vermitteln, während eine datenbasierte Geschichte vielleicht für mehrere Medien interessant ist. Andere Inhalte bleiben dagegen besser auf der eigenen Website. Mit der Zeit entsteht so eine Strategie, bei der Links nicht isoliert betrachtet werden. Wenn Themen, Inhalte und digitale Öffentlichkeitsarbeit zusammenpassen, können einzelne Maßnahmen an mehreren Stellen Wirkung entfalten. Darin liegen letztlich die möglichen Synergien von Linkbuilding und Online-PR.