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Public Relations online und offline: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Während früher Print in der Mediennutzung dominiert hat, nutzen heutzutage die meisten Menschen zusätzlich Online-Kanäle. Die ARD/ZDF Studie hat herausgefunden, dass der Anteil der Internetnutzer in Deutschland 2014 auf 79,1 Prozent angestiegen ist. Insgesamt sind er über 44,5 Millionen Menschen, die täglich auf das Netz zugreifen. Das hat zur Folge, dass immer mehr Unternehmen auf Online Public Relations setzen. Neben Veröffentlichungen auf der eigenen Seite, versenden Unternehmen Ihre Pressemitteilungen über Online-Dienste, über Ihren Newsletter-Pool und die sozialen Netzwerke.

 Warum Online Public Relations?

  – Unternehmen, die Online Public Relations in ihre Marketing-Strategie einbauen, profitieren von hohen Reichweiten. Mit einem Klick kann die Pressemitteilung über mehrere Portale verteilt werden und dank der Verbreitung über die sozialen Netzwerke kann sie in Sekundenschnelle viele Leser erreichen. Das erhöht die Online-Präsenz der Marke und verbessert die Markenbekanntheit.
– Online PR ist das perfekte Instrument, um mehrere Influencer zu erreichen. Dabei muss man sich im Vorfeld über die relevanten Blogger und Online-Redakteure informieren und sie kontaktieren. Auf unaufgeforderte Presseinformationen reagieren Online Influencer oft gereizt und veröffentlichen besonders respektlose Anfragen in den sozialen Netzwerken.
– Mit Hilfe von Online Public Relations haben Unternehmen die Möglichkeit, sich als Experten in ihrem Bereich zu positionieren und der Fach-Community und den Kunden Expertentipps aus ihrer Branche zu liefern.
– Außerdem können Firmen ihre Online Public Relations Arbeit für den gezielten Aufbau von Backlinks nutzen. Somit kann Online PR dazu beitragen, das Ranking in den Suchmaschinen zu verbessern.

Was macht Online Public Relations aus?

  • Schnelligkeit: Im Gegensatz zu Printmedien, die zum Teil mehrere Wochen Vorlaufzeit haben, haben Online Medien die Möglichkeit, Informationen schneller zu veröffentlichen.
  • Backlinks: Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten für Unternehmen ihre PR-Texte, direkt zu veröffentlichen. Ob Online-Presseportale, Social News Portale oder Social Media, Firmen können Ihre PR-Meldungen selbst publizieren und somit gleich mehrere Backlinks aufbauen. Deshalb tragen Online Pressemitteilungen nicht nur zum besseren Bekanntheitsgrad bei, sondern erzeugen auch bessere Rankins.
  • Verlinkungen: Pressemitteilungen können Links zu den gewünschten Seiten enthalten und so die Leser auf ein bestimmtes Angebot aufmerksam machen.
  • Steuerbarkeit: Auf den Presseportalen und auf den eigenen Kanälen können die Meldungen in voller Länge veröffentlicht werden.
  • Dialog: Unmittelbar nach der Veröffentlichung können Unternehmen das Feedback ihrer Community bekommen, denn die Texte können in den sozialen Netzwerken geteilt und diskutiert werden.
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So gestalten Sie erfolgreich Ihre Online Public Relations ArbeitPressemitteilungen schreiben

  • Welche Themen sollen versendet werden und wie oft? Bevor man mit der Online Public Relations loslegt sollte man ausführliche Themenplanung durchführen. Welche Themen sollen im kommenden Jahr angesprochen werden? Welche Key-Unternehmensnews sollen kommuniziert werden? Neben klassischer Unternehmensmeldungen und Produktnews können auch saisonale Meldungen, Experten-Tipps und Reminder zu den wichtigsten Dienstleistungen/Produkten versendet werden.
  • Im zweiten Schritt sollte man nach geeigneten Kanälen suchen. Dabei können sowohl verschiedene Portale, Fachverteiler als auch soziale Netzwerke miteinbezogen werden. Je nach Thema sollte man den Verteiler anpassen und nur die relevanten Medien und Portale ansprechen. Da man meistens immer die gleichen Verteiler für bestimmte Themen verwendet, können sie im Vorfeld recherchiert und abgespeichert werden. Allerdings sollten sie immer wieder auf Aktualität geprüft werden. In der Planung soll außerdem festgelegt werden, welche sozialen Medien für die Verbreitung von Inhalten genutzt werden.
  • Auch ein Blogger-Verteiler sollte recherchiert werden. Also die wichtigen Online Portale und Blogs, die thematisch passen und über eine gute Reichweite verfügen. Je ausführlicher die Recherche im Vorfeld ist, desto eher erreichen Sie mit Ihren Botschaften die richtige Zielgruppe. Ungefragt Informationen zu senden gilt als schlechter Ton, deshalb soll man bei der ersten Kontaktaufnahme gleich nachfragen, ob Interesse an Presseinformationen besteht und auf welche E-Mail Adresse die Informationen zugesendet werden dürfen.
  • Die Verwendung von richtigen Keywords für die Pressemitteilung ist entscheidend für den Erfolg im Netz. Dazu müssen Keywords ausgesucht werden, die nicht bereits von vielen Mitbewerbern genutzt werden. Sie sollen in der Überschrift und dem ersten Absatz auf jeden Fall verwendet werden. Der Text soll dabei aber gut lesbar bleiben und nicht nur für die Suchmaschinen ansprechend sein.
  • Ein eigener Newsroom bietet den Unternehmen die Möglichkeit, ihre Informationen zu strukturieren und aktuelle Neuheiten prominent zu platzieren. Zusätzlich können Unternehmen einen Corporate Blog anlegen, so dass die Community Ihr Feedback geben kann. Über ein Dialog mit der Community können Unternehmen auch besser einschätzen, welche Online Kommunikationsmaßnahmen gut gelaufen sind.
  • Das wichtige Fundament für die erfolgreiche Online Public Relations ist die Nutzung der sozialen Medien. Durch regelmäßige Beiträge sorgen Unternehmen für mehr Präsenz und können ihre Community direkt auf die News und Angebote auf ihrer Homepage aufmerksam machen.
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Was haben online und offline Public Relations gemeinsam?

  • Ob für Print oder Web, Presseinformationen müssen so aufgebaut sein, dass man auf Anhieb versteht, worum es im Text geht und ob es sich ihn zu lesen lohnt. Das Wichtigste also zuerst. Knackige Überschriften, klare Struktur und rote Faden helfen dabei eine Pressemitteilung lesbar zu gestalten.
  • Informieren statt Werben. Selbstlobende Behauptungen oder übertriebene Versprechen gehören in eine Pressemitteilung nicht. Nur spannende Fakten und nicht nur die beeindruckende Anzahl der Superlative kann den Redakteur und Blogger dazu bewegen, den Text zu lesen und ihn weiter zu verwenden.
  • Die Regel von 6 W‘s ist sowohl für online als auch für offline Pressemitteilungen relevant. Im Pressetext müssen die Fragen wer, was, wann, wo, warum und wie beantwortet werden, damit der Leser alle wichtigen Informationen erhält. Dabei muss der Text klar strukturiert sein und sauber verfasst werden. Da Texte online nicht gelesen, sondern gescannt werden, helfen prägnante Formulierungen und klare Struktur schneller die Botschaft zu erfassen. Auch gelungene Teaser erleichtern die Textwahrnehmung und animieren zum Weiterlesen. Online Redakteure und Blogger bekommen Unmengen an Pressematerial, der Wettbewerb ist richtig groß. Deshalb haben werbliche Texte ohne Nachrichtenwert gar keine Chance auf Veröffentlichung. Neben prägnanten Headlines und suchmaschinenoptimierten Texten sollten Pressemitteilungen Zitate enthalten. Sie geben dem Text eine persönliche Note und lassen ihn glaubwürdiger wirken.
  • Um permanent in Erinnerung zu bleiben, sollen Presseinformationen regelmäßig versendet werden. Auch wenn das Thema der PR aktuell nicht passt und die Pressemitteilung nicht veröffentlicht werden kann, bleibt das Unternehmen in den Redaktionen präsent und ist online besser auffindbar. Die Verbreitung sollte aber nicht wahllos erfolgen, sondern anhand des Jahresthemenplanes umgesetzt werden.

 

 

Über den Autor

Claudia Rothenhorst

Claudia Rothenhorst ist Medien- und Reise-Redakteurin in unserem Redaktions-Team. In ihrer Freizeit reist sie gerne und schreibt darüber unter anderem auf Reisemagazin.biz.
Weitere Artikel von Ihr erscheinen u.a. im Blog der Digital-Agentur Awantego.