Allgemein PR

Warum machen Ihre Konkurrenten bessere PR Arbeit?

Neues Jahr – neue Ziele. Der Jahresanfang ist immer die beste Zeit um einen Rückblick zu machen, die Ergebnisse letzten Jahres zu analysieren und neue Maßstäbe zu setzen. Auch für die PR Arbeit. Besonders dann, wenn es Ihnen beim Durchblättern von Magazinen und Zeitungen auffällt, dass die Konkurrenten viel präsenter in den Medien sind  als Ihr Unternehmen. Mehr Clippings, mehr Erwähnungen in den Medien und Blogs, mehr Journalisten auf den Events – wir verraten, wie sie das auch hinkriegen.

PR Arbeit erfolgreich zu betreiben erfordert viel Planung und Durchhaltevermögen. Unternehmen, die präsent in den Medien sind, wissen nicht nur ihre Themen richtig zu positionieren, sondern ihre PR Arbeit kontinuierlich und konsequent zu machen.

Was ist dafür erforderlich?

Bessere PR Arbeit

PR Arbeit richtig planen

PR Arbeit machen – das kann nicht nebenbei laufen. Auch dann nicht, wenn das Unternehmen wenige News hat und selten ein interessantes Thema für die Medien anbieten kann. Besonders kleine Unternehmen sind oft der Meinung, dass sie keine Chance auf das Interesse der Medien haben und fangen mit der PR Arbeit erst gar nicht an. Die Tatsache ist aber – es reicht schon einen einzigen guten Fachartikel zu schreiben, um die Aufmerksamkeit der Presse zu gewinnen. Doch man muss Zeit und Fachwissen investieren und genau wissen, was Journalisten erwarten.

Kontinuität, systematische PR Arbeit und proaktives Handeln sind entscheidend, wenn man die Pressearbeit im Unternehmen aufstellen will. Während viele Unternehmen auf die Pressearbeit verzichten, arbeiten ihre Konkurrenten Redaktionspläne aus und bieten den Journalisten relevante Fachinformationen und Expertenwissen.

Es ist entscheidend aussließlich hochwertigen Content an die Medien zu versenden. Journalisten nehmen ein Unternehmen nicht als serös wahr, wenn es werbliche Informationen versendet. Das muss bei der PR Planung berücksichtigt werden.

Das eigene Unternehmen gut kennen

Wer besser als seine Konkurrenten sein will, muss wissen, wie das eigene Unternehmen im Vergleich zu diesen abschneidet. Dafür greift man auf die klassische SWOT-Analyse zurück. Sie ermöglicht eine Marketing Strategie zu definieren, indem man das eigene Unternehmen genau analysiert. Was sind seine Stärken und Schwächen? Welche Risiken und Chancen müssen berücksichtigt werden? Solche gründliche Analyse von Stärken und Schwächen hilft die klaren Botschaften zu formulieren und Messages zu definieren.

Unternehmen, die sich mit interner Strategie auseinander setzen, kennen ihre Besonderheiten und können so ihre PR Arbeit besser aufstellen.

PR richtig im Unternehmen platzieren

Ist PR ein Teil von Marketing? Eine Abteilung, die zusammen mit Vertrieb arbeitet? Eine richtige Stelle für die PR ist da, wo die Unternehmensinformationen nach außen fließen. Eine Absprache mit jeweiligen Abteilungen ist immer sinnvoll, damit keine News an die Kommunikationsabteilung vorbei gehen. PR Verantwortlichen sind auch dafür zuständig zu beurteilen, welche Nachrichten nach außen kommuniziert werden sollen und welche nicht. Entscheidend dabei ist es auch keine wichtigen Themen zu verpassen. Denn oft bekommen PR-Verantwortlichen zu spät mit, dass das Unternehmen bei wichtigen Themen mitreden kann und das Unternehmen verschenkt gute Chancen in die Medien zu kommen.

Keine News-Pressemittelungen versenden

Ein altes Produkt wird überarbeitet, das Unternehmen feiert sein Jubiläum oder wird von einem Award ausgezeichnet –  für manche Unternehmen sind solche Ereignisse die einzigen Möglichkeiten die Aufmerksamkeit der Medien zu gewinnen. Und das sollte man clever nutzen. Eine gute PR Arbeit soll nicht darin bestehen, 0815 Meldungen an die Presse zu senden, sondern darin, solche Infos als Anlass zu nutzen, um das Unternehmen wieder ins Gespräch zu bringen. Jede Pressemitteilung, die das Haus verlässt, sollte dazu genutzt werden, um das Unternehmensimage zu optimieren.

Anpassen und aktualisieren

Auch wenn die Pressearbeit und PR gut aufgestellt sind, drohen irgendwann ihre Effektivität zu verlieren. Der Grund dafür ist Betriebsblindheit und die Unfähigkeit, sich auf die neuen Kommunikationsformen einzulassen. Das hat zur Folge, dass man wichtige Themen und neue Medien übersieht und seine PR Arbeit immer auf die gleiche Art und Weise erledigt. Deshalb sollte man seine Kommunikation immer wieder hinterfragen und sie auf Vordermann bringen.

Ist die Grundsatzpressemappe schon veraltet?
Wann wurde zuletzt der Verteiler aktualisiert?
Welche Themen darf man auf gar keinen Fall verpassen?
Gibt es neue Medien uns Influencer, für die unsere Informationen interessant sein könnten?

Wer seine PR Arbeit effektiv leisten will, sollte regelmäßig prüfen, ob sie den aktuellen Anforderungen der Medien entspricht. Dabei muss man auch darauf achten, dass die Kommunikation immer noch sie strategischen Ziele unterstützt.

hochwertiger Content

Hochwertigen Content anbieten

Journalisten brauchen hochwertige Infos und Unternehmen sind die erste Quelle dafür. Unternehmen, die diese Chance nutzen und wertvolles Fachwissen verbreiten, werden von Journalisten ganz anders wahrgenommen als Unternehmen, die hauptsächlich werbliche Informationen versenden. Studien und Umfragen, Einschätzungen der Trends und Entwicklungen, Besonderheiten der Herstellungsprozessen und Ratgeber für komplexe Produkte – solche Informationen ermöglichen den Journalisten ebenfalls hochwertige Beiträge für ihre Leser zu erstellen.

Deshalb sind Fachartikel immer noch die beste Art von Pressemitteilungen. Sie geben den Journalisten Ideen für ihre Stories und den Unternehmen eine Chance als Experte wahrgenommen zu werden.

Neues wagen

Gerade wenn es um die Themenwahl geht, lohnt es sich mal eine andere Perspektive anzunehmen. Kreativ sein, Geschichten erzählen, aus langweiligen Themen spannende Stories machen – das hilft die Aufmerksamkeit der Medien zu gewinnen. Helfen Sie den Journalisten bei ihrer Suche nach Stories und bieten Sie bewegende Stories an. Wer eine gute Geschichte hat, wird von Journalisten geliebt.

Newsroom und  Presseportal: digitale Helfer für die Journalisten

Pressemitteilungen, Bilder, Zusätzliche Informationen, Infografiken und Interviews – Journalisten bekommen täglich viele Informationen. Da bleibt kaum Zeit, alle Anhänge abzulegen und zu dokumentieren. Unternehmen können den Journalisten ihre Arbeit abnehmen, indem Sie eine interne Datenbank für sie anbieten. Das kann ein geschlossenes Portal für die Journalisten sein, die sie als Recherchetool nutzen können. Darin kann man alle Bilder, Pressemitteilungen und zusätzliche Informationen ablegen. Wichtig ist eine einfache übersichtliche Struktur und gutes Bildmaterial, das Journalisten abdrucken können. Es ist sinnvoll dabei alle Bilder sowohl in hoher als auch in web-Auflösung anzubieten. Infos und Bilder sollte man beim Versand von Pressemitteilungen trotzdem anbieten – als Anhang oder noch besser als ein Download-Link.

 

Pressearbeit ist Handwerk. Sie erfordert viel Planung, Dokumentation, sorgfältiges Arbeiten und auch jede Menge Kreativität, um neue Themen zu entwickeln. Sich auf dem Markt umschauen, die Erfolge der Konkurrenz analysieren und über den Tellerrand hinausschauen – das sind die wichtigsten Schritte der PR Arbeit. Um keine wichtigen Themen zu verpassen, sollte man ständig das Monitoring der Inhalte von Medien durchführen und sich auch mal bei den Mitbewerbern auf dem Markt umschauen.

Über den Autor

Olga Ziesel

Olga Ziesel ist leidentschaftliche Texterin und Expertin für Pressearbeit. Sie bloggt regelmässig auf Text-Center.com und im Blog der Webagentur awantego.de.