Allgemein Werbung

Werbung im Online Handel : Google oder Facebook?

Die Werbung auf einer Webseite hat keine zweite Chance. Sekundenbruchteile entscheiden, ob der Seitenbesucher auf Ads klickt, vom Angebot in Bann gezogen wird – und zum Käufer konvertiert.

Wie ist in diesem umkämpften Markt das eigene Online-Geschäft erfolgreich voranzubringen? Es stehen unzählige Methoden, bekannter zu werden: Ob Werbung in den sozialen Netzwerken, Content Marketing oder Pressearbeit – alle Instrumente gleichzeitig einzusetzen ist teuer und nicht effektiv. Oft greifen Unternehmer auf die klassischen Online Anzeigen oder nutzen Werbung in den sozialen Netzwerken. Schauen wir doch mal, was sich für Online Händler besser eignet. 

Mit Google-Zeichnungen lassen sich SVG-Grafiken online erstellen

Was ist besser: Google Werbung oder Facebook Ads?

Der Werbemarkt im Online Handel wird durch Google Werbung mit AdWords und von Facebook Ads dominiert. Was wirkt am stärksten, was bringt Umsatz und hohen Gewinn? Google oder Facebook Ads?

Zahlen zum globalen Online Werbemarkt

Im Jahr 2020 wird die Hälfte aller Werbeausgaben im Online Marketing erfolgen. Sie werden 291 Mrd. USD erreichen. (1)

Suchmaschinenwerbung hat ein Volumen von 113 Mrd. USD und wächst mit 12% jährlich. Die Hälfte (63%) wird in das mobile Internet investiert.

Marktdominanz von Facebook und Google

Die Frage Facebook Ads versus Google Werbung ist ein Kampf der Titanen.

Google ist die größte Suchmaschine weltweit. In der Minute suchen 2,3 Millionen über Google im Internet. (2)
Die Annahmen der Werbebranche beruhen auf zweistelligen Zuwachsraten im Online-Geschäft (zuletzt 19,7 % jährlich) mit einem Jahresvolumen von 107 Mrd. USD. (3)

Unterschiede zwischen Facebook Ads und Google Werbung

Facebook besitzt 2.23 Mrd. aktive Nutzer im Monat. 1.15 Mrd. sind mobil. Facebook Ads erreichen potentiell 43,8% aller Internetnutzer. Um eine Entscheidung zu treffen, ob eine Google Anzeige oder eine Facebook Anzeige sinnvoller ist, muss man einen Blick auf die Zielgruppen werfen. Diese können bei beiden Anzeigen ziemlich präzise definiert werden. 

Zielgruppenanalyse der Facebooknutzer:

Standort: Die Nutzer sind erreichbar, wo sie leben. Eine Segmentierung erfolgt nach Land, Provinz, Stadt und Telefonnummer. 
Demografische Daten: Nutzer nach Alter, Geschlecht, Beziehungsnetzwerk, Bildungsstand, Beruf und weitere Merkmale sind vorhanden.
Vergleich mit ähnlichen Nutzern (peer-to-peer): Analysen zum Surf- und Kaufverhalten qualitativ und quantitativ bestimmbarer Vergleichsgruppen.
Verhaltensanalysen: Auswertung von Nutzerverhalten, von Likes und Dislikes und welche Geräte wie, wann und wo eingesetzt werden.
Ads mobil für Facebooknutzer:

Optimiert für Apple IOS und Android
21,7% des Werbeumsatzes von Facebook kommt aus dem mobilen Bereich.

Google ist der Marktführer mit 180 Mrd. Suchaufrufen im Monat. Google AdWords erreicht 2.6 Mrd. Nutzer monatlich. Potentiell können mit Google 90% aller Internetnutzer erreicht werden.

Zielgruppe erreichen/Google Werbung für die Zielgruppe

Wissen, wo die Zielgruppe ist.

Zielgruppenanalyse der Googlenutzer:

 Standort: Zuordnung auf Land, Region und Stadt, wo der Nutzer im Internet nach Begriffen sucht. Geschieht anhand der IP-Adresse.
Demografische Daten: Anhand des Suchverhaltens ist eine Zuordnung auf Alter, Geschlecht und Beziehungsstatusbegrenzt möglich.
Sprache: Zuordnung nach der Spracheinstellung am Gerät. Es kann sein, daß der Sucher die Einstellung englisch verwendet und eine andere Sprachzugehörigkeit hat.
 Schlüsselbegriffe (Keywords): Ansprache anhand der verwendeten Schlüsselbegriffe bei der Suche.
Negative Schlüsselworte: Bestimmte Schlüsselworte können für Google Werbung ausgeschlossen werden. Damit lässt sich die Zielgruppe verfeinern.
Geräte: Werbung kann auf das benutzte Endgerät ausgerichtet werden (stationärer Computer, Mobiltelefon und Tablet).


Werbung mobil für Googlennutzer:

Budgetzuordnungen zwischen Mobiltelefonen und Tablets sind möglich.
Speziell optimierte Textanzeigen für WAP-fähige Mobiltelefone, IOS und Android Betriebssysteme
46,8% des Umsatzes aus Werbung von Google kommt aus dem mobilen Bereich


Kommerzielle Analyse Facebook versus Google Werbung

Unten finden Sie den direkten Vergleich zwischen den Werbekosten beider Varianten: 

1. Durchschnittskosten per Klick (CPC)
a. Facebook: 1 USD und weniger, im Online-Einzelhandel 0,45 USD CPC
b. Google: Bandbreite zwischen 0,35 USD bis 5 USD CPC. Das wertvolle Schlüsselwort “Insurance” kostet 54.00 USD.

2. Kosten pro tausend Impressionen (CPM)
a. Facebook: 0,80 – 1,00 USD
b. Google: 2,75 USD

3. Click-Through-Rate (CTR)
a. Facebook: 0,027% für Online-Dating – 0,919% für andere Werbung
b. Google: 2%

4. Konversionsrate:
a. Facebook: 1 – 2%
b. Google: 2,35%

5. Durchschnittskosten per Konversion (CPA)
a. Facebook: 0,34 USD (Nahrungsmittel, Getränkesegment), 1.57 USD für andere Werbung
b. Google: Variiert. Der AdWords CPA Bietprozeß lässt nach dem Qualitätsranking der eigenen Webseite verschiedene Vergütungsmodelle zu. (5)

Schlussfolgerungen und Vorschläge

Es kann nicht generell gesagt werden, Facebook Ads sind besser als Google Werbung oder umgekehrt.
Schnelle Verkäufe lassen sich mit Google Werbung realisieren. Google arbeitet schlüsselwortbasiert und mit Qualitätsranking, das auf maschinellem Lernen basiert. Schlüsselwort-Strategien und mathematisch-statistischeOptimierung sind ausschlaggebend. Eine Zusammenarbeit mit einer spezialisierten Marketingagentur und der Einsatz von entsprechender Analysesoftware ist empfehlenswert.

Facebook Ads sind ein mittel- bis langfristig wirksames Online-Marketinginstrument. Facebook eignet sich für den Aufbau einer eigenen Marke im Internet und zur Generierung treffsicherer Leads aus sozio-demografischen Nutzerprofilen. 

Wer schnelles Geld sucht, ist mit Google Werbung besser aufgehoben. Die Google Werbung ist risikoreicher und kann ohne ausreichende mathematisch-statistische Kenntnisse zu hohen Verlusten führen. 

Ein Marketingmix schafft Abhilfe. Je nach Zielgruppen und Bedarf ist eine Mischung von Facebook Ads und Google Werbung nach den individuellen Vertriebsszenarien empfehlenswert.

Research:


(1) Referenz: Half of all advertising dollars will be spent online by 2020, equaling all combined ‘offline’ ad spend globally. Quelle: https://www.cnbc.com/2017/12/04/global-advertising-spend-2020-online-and-offline-ad-spend-to-be-equal.html
(2) Quelle: https://www.businessinsider.com/google-search-engine-facts-2016-3/#first-a-trip-down-memory-lane-heres-what-googles-search-page-looked-like-back-in-1997-1
(3) Quelle: https://www.investopedia.com/news/facebook-google-digital-ad-market-share-drops-amazon-climbs/
(4) Stand: 25.07.2018. Quelle: https://zephoria.com/top-15-valuable-facebook-statistics/
(5) Erhebungen aus dem 4. Quartal 2017 der genannten Quellen und anderer. 
(6) Aktuelle Daten können abweichen.

Über den Autor

Katharina Berger

Katharina arbeitet und schreibt als Reise-Journalistin und Medien-Bloggerin bei der Text-Center.com. Sie reist leidenschaftlich gerne und bloggt darüber unter anderem auf Reisemagazin.biz.