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8 Todsünden der Pressearbeit: So machen Sie Ihre PR falsch

Todessünden der Pressearbeit„Lassen Sie uns doch was mit Medien machen!“. Nach dem der Satz im Meeting gefallen ist, raten wir Ihnen sich nicht gleich in die Arbeit zu stürzen, sondern erstmal diesen Artikel durchzulesen.

 

Während große Unternehmen, die eigene Abteilungen für die Pressearbeit haben und auf die PR-Unterstützung der Agenturen zugreifen können, eher professionell PR betreiben, unterschätzen oft kleinere Unternehmen den Aufwand und informieren sich nicht ausreichend darüber, wie man die PR richtig macht. Und man kann einiges falsch machen – im schlimmsten Fall verschafft sich das Unternehmen so ein schlechtes Image, dass es kaum von Journalisten wahrgenommen wird.

  1. Werbliche Texte an die Journalisten versenden
    Journalisten haben weder Zeit noch Lust, werbliche Texte zu lesen. Sie können diese nicht verwenden und sie liefern keinen Mehrwert. Wer seinen Text so wie er ist in der Presse sehen will, sollte sich an Medienberater zwecks Werbung wenden und nicht an Journalisten zwecks redaktioneller Berichterstattung. Pressemitteilungen schreiben
  2. Pressemitteilungen wahllos versenden
    Informieren Sie sich vorher, ob Ihr Thema wirklich zum Medium passt und wenn das nicht der Fall ist, nehmen Sie dieses Magazin aus Ihrem Verteiler raus.
  3. Journalisten „kaufen“
    Ob teure Geschenke, schickes Essen oder andere nette Präsente, die mit dem Monatsbudget einer kleiner Redaktion vergleichbar sind, sind nicht nur unangemessen, sondern können dem Journalisten auch gefährden. Wenn Sie ein Geburtstagsgeschenk versenden möchten, dann lieber etwas Originelles, als etwas Teures. Eine nette persönliche Kleinigkeit kommt viel besser an.

 

Champagne

4. Falsch kommunizieren
Wie erkennt ein Journalist, dass er mit einem Profi zu tun hat? Natürlich an seiner Sprache. Wenn ein Journalist am Telefon einen „Experten“ hat, der höflich nachfragt, wie er im Magazin kostenlos seinen Text „schalten kann“, dann weiß er ganz genau, dass er mit keinem Kommunikationsexperten spricht. Denn jeder Kommunikationsexperte weiss, dass ein Text, genauer gesagt eine Werbung oder ein Advertorial dann „geschaltet“ wird, wenn es um bezahlte Inhalte geht. Artikel kann man weder „schalten“ noch „platzieren“. Allein Journalisten und die Redaktionspolitik des Mediums entscheiden darüber, ob das Unternehmen oder seine Produkte im Heft erwähnt werden.

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5. Große E-Mails versenden
Nichts ist ärgerlicher für Journalisten, als wenn Sie keine Mails versenden oder empfangen können, weil sie stundenlang warten müssen, bis alle Pressemitteilungen angekommen sind. Achten Sie darauf, dass Ihre Mails nicht zu groß sind. Wenn Sie viele hochaufgelösten Bilder versenden wollen, dann schicken Sie sie lieber als Download-Link zu.Blog_Design

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6. Sich zu spät bei Journalisten zurück melden
Die Anfragen von Journalisten müssen so rasch wie möglich bearbeitet werden. Der Redaktionsalltag ist dynamisch und Journalisten brauchen Informationen immer schnell. Wenn Sie eine gute Beziehung zum Journalisten aufbauen wollen, dann melden Sie sich schnell zurück und falls Sie keine Antwort parat haben, fragen Sie nach, bis wann der Journalist die Rückmeldung braucht.

7. Lügen
Versuchen Sie nicht, Ihr Unternehmen besser darzustellen, als es ist. Sagen Sie immer die Wahrheit und wenn das nicht möglich ist, sprechen Sie nicht darüber. Aber geben Sie keine falschen Zahlen und Informationen raus.

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  1. Penetrant sein
    „Wir haben Ihnen unsere Presseinformationen gesendet. Wann werden sie nun abgedruckt?“ – Journalisten haben wenig Lust sich mit solchen nervigen Fragen zu beschäftigen, genauso wie Sie wenig Lust haben, sich mit penetranten Vertretern auseinander zu setzen. So ein Verhalten löst nur eine Reaktion bei Journalisten aus: Sie werden nicht mehr mit Ihnen reden wollen.

 

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Über den Autor

Katharina Berger

Katharina arbeitet und schreibt als Reise-Journalistin und Medien-Bloggerin imr Redaktions-Team von Text-Center.com. Sie reist leidenschaftlich gerne und bloggt darüber unter anderem auf Reisemagazin.biz.

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  • Ganz wichtig ist hier auch noch der auf die jeweiligen Redaktionen zugeschnittene Inhalt. Fachredaktionen haben andere Zugänge als beispielsweise Tageszeitungen.