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Sätze umschreiben – so werden Sie Profi

Liebe zur Sprache, Kreativität und Talent sind die Grundlagen für gelungenes Texten. Die Idee vom Dichter als Genie hindert viele am Schreiben. Sie stammt jedoch aus einer anderen Zeit. Schreiben ist in erster Linie ein Handwerk. Üben und Ausdauer helfen beim Erlernen. Sätze umschreiben gehört zum Alltag von Schriftstellern und Textern. Mit diesen Tipps und Tricks dreschen Sie keine Phrasen.

Schreiben ist in

Texten und Schreiben sind in Mode. Schreibschulen drängen auf den Markt und werben um Kunden. In den Talentschmieden verraten Profis ihre Tools für effektvolles Texten. Sätze umformulieren gehört genauso dazu, wie das Erweitern des Wortschatzes durch Lesen. Die Regeln im Kopf zu haben ist wichtig, kann jedoch den Schreibfluss hindern. Schalten Sie den “Inneren Zensor” aus und lassen Sie die Worte auf das Papier oder das Doc-file strömen. Sätze umschreiben ist der nächste Schritt.

Entrümpeln

Lange Schachtelsätze oder Zeilen ohne Punkt und Komma stehen Dichter-Genies wie Thomas Bernhard oder Robert Musilzu Gesicht. Ein Schreibanfänger oder Semi-Profi verliert sich darin. Hand aufs Herz: Auf wie viele Schreiber wartet eine Karriere in den Gefilden der Weltliteratur? Formulieren Sie kurz und präzise. Endloses Umschreiben und seitenlange Absätze verwirren und langweilen den durchschnittlichen Leser. Wenn Sie einzelne Sätze umschrieben, dann machen Sie aus langen Sätzen immer kurze Aussagen.

Füllwörter sind Luftblasen

In der Umgangssprache sind Füllwörter üblich. Worte wie eigentlich, sehr, manchmal, dann, immer oder kaum überschwemmen den Alltag. In Texten sind sie heiße Luft. Überlegen Sie beim Durchlesen Ihrer Sätze, ob das Formulierte Mehrwert bietet. Ergibt der Satz ohne das Wort denselben Sinn, lassen Sie es weg!

Klischee ade

Sprichwörter sind uralte Weisheiten. Ihr Einsatz erzielt jedoch den Effekt der Banalität. Ein erfahrener Schreiber besticht durch sein einzigartiges Formulieren. So hat das bisher keiner gesagt? Seien Sie mutig! Ihr Text wirkt ohne Muttis guten Spruch. Was Sie auf neue Weise ausdrücken, ist spannend und interessant.

Aktiv ist attraktiv

Passives Formulieren lässt den Text einschlafen. Verwenden Sie starke Verben wie fahren, laufen, springen, treten, bersten oder fliegen. Menschen fühlen beim Lesen mit. Bewegung in der Sprache nimmt den Leser mit auf die Reise und macht Lust aufs Dranbleiben.

Emotionen wecken

Nicht jeder Text ist dafür geeignet. Beim Beschreiben des aktuellen Modells einer Waschmaschine sind Gefühle fehl am Platz. Generell lieben Leser Emotionen. Passen Sie die Intensität des Erzählten der Textsorte an. Denken Sie beim Emotionen wecken an die Big Feelings in erfolgreichen Hollywood-Produktionen. Packen Sie mit Worten und reißen mit. Sie können Sätze umschreiben, so dass die Emotionen der Leser besser angesprochen werden. Dafür sollten Sie beim Schreiben selbst diese Emotionen empfinden.
Sätze umschreiben

Wenn Sie Sätze umformulieren, dann löschen Sie alle Füllwörter. Sie erschweren das Lesen

Eine frische Sprache verwenden

Was sich vor hundert Jahren modern las, klingt jetzt veraltet. Für das Publikum Ihres Blogs macht der Sound von Goethe keinen Sinn. Schreiben Sie sprachlich am Puls der Zeit und treffen Sie Ihre Leser im Heute. Ein Mix aus FachvokabularAlltagssprache und eingedeutschten Worten hat je nach Genre seinen Reiz.

Rhythmus und Klang

Sprache funktioniert über das Gehör. Lesen Sie Ihre Sätze vor dem Umschreiben laut vor und achten Sie auf Rhythmus und Klang. Eine holprige Sprachmelodie liefert Hinweise auf Unverständliches. Glätten Sie die Passagen.

Den Leser für klug halten

Verkaufen Sie den Leser nicht für dumm. Das Wiederholen von Phrasen oder Verdoppeln des Inhalts langweilen und ärgern. Sie sagen dasselbe mit unterschiedlichen Worten? Sätze umschreiben oder neu denken. Präsentieren Sie dem Leser unverbrauchte Fakten und Ideen.

Regeln brechen

Alle großen Künstler haben es getan. Pablo Picasso und Salvador Dali brachten das naturgetreue Abbilden zur Perfektion, bevor sie ihre Pinsel ausufern ließen. Vorsicht: Lassen Sie den Bruch nicht wie einen Ausrutscher wirken! Im richtigen Moment und bewusst gesetzt, wirkt die Ausnahme von der Regel charmant und erzielt den gewollten Effekt.

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Content Curation: Sätze umformulieren und Zeit sparen

Wenn Sie regelmäßig Texte schreiben müssen, dann wissen Sie, wie mühsam es ist einen guten Text zu erstellen. Um regelmäßig hochwertige Artikel zu schreiben bedarf viel Zeit. Dazu gehört tiefes Fachwissen, ein guter Schreibstil und jede Menge Ausdauer.

Jedoch nehmen Sie sich diese Zeit, weil Sie wissen, dass Sie mit guten Texten hohe Reichweite ausbauen, Traffic generieren und neue Kunden gewinnen können.

Nicht immer lohnt es sich einen komplett neuen Text zu schreiben. Wenn Sie eine Möglichkeit haben den Content auf Basis anderer Inhalte zu erstellen, dann sollten Sie nützlich diese nutzen. Das erspart Ihnen viel Arbeit, ohne dass die Qualität des Texts darunter leiden muss. Wenn Sie bereits selbst einen Text geschrieben haben oder eine neue Studie/ein Interview gefunden haben, dann können Sie diesen Text als Grundlage für einen neuen Artikel nehmen. Wichtig sind dabei zwei Regeln: Den Originalartikel zu verlinken und den eigenen Text unique zu machen. Das bedeutet, Sie müssen Sätze umformulieren und Texte umschreiben.

Sätze umschreiben

Schreiben Sie einfache, kurze Sätze

Sätze umschreiben: Machen Sie aus einem unlesbaren einen leserlichen Text

Wenn Sie einen Sachtext schreiben, dann müssen Sie sich insbesondere darum bemühen, den Lesern die Informationsaufnahme zu erleichtern. Dafür müssen Ihre Texte frei von Füllwörtern, unerklärten Begriffen und Gedankenlücken sein. Wenn Sie einen Satz umformulieren müssen, dann achten Sie darauf, welche Wörter Sie weglassen können. Damit Sie einen Text umschreiben und ihn deutlich verbessern können, ist es entscheidend, das Unwesentliche zu löschen.

Diese Schritte helfen Ihnen Sätze umzuschreiben

  • Achten Sie auf die Länge (10-20 Wörter sind optimal. Sätze, die aus mehr als 19 Wörtern bestehen, sind schwer für Wahrnehmung)
  • Schreiben Sie einfache Sätze und verzichten Sie auf Erklärungen mittendrin im Satz. Wenn eine Erklärung erforderlich ist, dann sollten Sie zwei Sätze aus einem umschreiben
  • Vermeiden Sie verschachtelte Sätze
  • Der zentrale Begriff des Satzes sollten Sie am Anfang platzieren
  • Wenn Sie Sätze umformulieren, dann achten Sie darauf, dass die Wortstellung richtig ist. Zum Beispiel: Wenn Objekt oder Zeitangabe am Satzanfang stehen, dann wird an der zweiten Stelle das Verb verwendet
  • Streichen Sie Füllwörter wie wirklich, tatsächlich, sehr, ziemlich, eigentlich, nun, durchaus, sozusagen, vollkommen, quasi, an dieser Stelle, etc.
  • Je weniger Modalverben, desto besser. Ohne Modalverben klingen Sätze knackiger.
  • Versuchen Sie Fremdwörter durch entsprechende deutsche Begriffe zu ersetzen. (z.B. statt “konzeptionieren” lieber “erstellen”)
  • Benutzen Sie statt Nomen auf -ung  entsprechende Verben
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Über den Autor

Olga Ziesel

Olga Ziesel ist leidentschaftliche Texterin und Expertin für Pressearbeit. Sie bloggt regelmässig auf Text-Center.com und im Blog der Webagentur Awantego.