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Blogartikel schreiben – Hacks zum Ausprobieren in den Weihnachtsferien

Gute Blogartikel schreiben ist eigentlich ganz einfach: Man muss nur wissen, wofür sich die Leser interessieren, daraus interessante Themen entwickeln und schöne Texte schreiben. Gute Blogartikel schreiben kann man lernen. Doch dafür muss man die Zeit investieren. Wie denn, wenn der der Blogger-Alltag so dynamisch ist? Neben der Erstellung von Blogartikeln müssen noch die Unternehmenskooperationen abgewickelt werden, Social Media Kanäle müssen gepflegt werden, Anfragen und Lese-E-Mails müssen bearbeitet werden…und, und, und. Da findet man kaum noch Zeit um an seinen Schreibkünsten zu feilen!

Doch die Zeit sollte man sich trotzdem nehmen, auch wenn das bedeutet, dass statt zwei nur ein Artikel pro Woche veröffentlicht wird. Gute Blogartikel bringen mehr Traffic, schenken den Besuchern ein besseres Leseerlebnis und helfen deshalb die Leser an sich zu binden. Nutzt doch schon mal die Weihnachtsfeiertage um die Qualität der Blogartikel zu verbessern. Wann, wenn nicht jetzt? Einfach die ruhigen Minuten nutzen, um sich ein paar Gedanken über die Qualität des Blogs machen und es wird nächstes Jahr gleich viel besser laufen.

Storytelling für Blogger: Story als Bestandteil jedes guten Blogartikels

Storytelling ist ein cleveres Marketing Instrument, das den Marken hilft, ihre Kunden besser an sich zu binden. Dank coolen Videos und rührenden Geschichten schaffen sie es in die Köpfen ihren Kunden fest zu etablieren und positive Gefühle mit der Marke zu verbinden, ohne dass ein bestimmtes Produkt dabei beworben wird. Das kann man doch auch bei einem Blog verwenden. Vorausgesetzt, man versteht seinen Blog als Marke und weiß, welche Botschaften man an die Leser bringen will.

Beim Storytelling geht es nicht darum, eine sehr persönliche Geschichte zu erzählen und damit eine aktive Diskussion anzuregen – obwohl das auch als ein wirksames Instrument ist, um mehr Reichweite für eine bestimmte Zeit zu generieren. Bei professionellem Storytelling ist eine persönliche Geschichte nur ein Teil der Story. Sie wird vielleicht am Anfang einer Story erzählt, sie ist aber nicht die Story selbst. Um eine richtig gute Story zu entwickeln, muss man nicht mit der Idee beginnen, sondern mit dem anderen Ende – der Reaktion der Leser. Wer soll die Geschichte lesen? Welche Gefühle soll diese Geschichte auslösen und warum? Was will ich damit erreichen? Soll das ein Text sein oder will ich dazu ein ganzes Fotoshooting machen, Visual Statement erstellen, ein Video drehen, etc.? Gute Blogartikel schreiben  – das gelingt mit Storytelling viel eichfacher, denn sie machen die Texte emotional und geben den Lesern die Möglichkeit sich selbst in den Geschichten wiederzufinden. Für mehr Inspiration zum Thema Storytelling lest doch mal Euch diese Artikel:

So funktioniert Storytelling

Was ist eigentlich Storytelling? Fünf Fragen, die Ihnen garantiert helfen, eine tolle Story zu entwickeln

Sag’s mit Bildern: Visual Storytelling für Unternehmen

9 Gründe warum Sie mit Storytelling anfangen sollten

Mit Bullet Journals bessere Blogartikel schreiben

Quelle: Pinterest

Es gibt wahrscheinlich keine Blogger, die den kreativen Trend nicht mitbekommen haben. Bullet Journals sind stark gehyped: mit eigenem Hashtag, mehreren tausenden Boards auf Pinterest und zahlreichen Videos auf YouTube genießt das beliebte Planungssystem hohes Ansehen. Notizbücher werden nicht einfach mit langweiligen To Dos befüllt, sondern schick mit Bildern und optischen Hinguckern aufbereitet – Noch nie war die Ordnung so hübsch! Weihnachtsferien sind der perfekte Zeitpunkt sich einen Bullet Journal zu basteln und einen hübschen Platzhalter für die Ideen zu entwickeln – macht Spaß, sieht toll aus und bringt dem kreativen gen auf die Sprünge. Wer statt malen und layouten lieber schreibt, kann die hübsche Gestaltung einfach abgucken (z.B. auf zahlreichen Pinterest Boards) oder einfach mit Hilfe von Schablonen (z.B. auf Etsy) selbst schöne Seiten im Handumdrehen gestalten.

Die Klassiker aus dem Bücherschrank rausholen

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Den „Krieg und Frieden“ in den Weihnachtsferien zu lesen ist sicherlich keine schlechte Idee, doch wer gute Blogartikel schreiben will, sollte sich lieber auf seinen Fach-Klassikern konzentrieren. Jeder von uns hat im Schrank ein paar Bücher, die er schon mal vor einer Weile gekauft hat, aber nie dazu gekommen ist, sie zu lesen. Wer einen Blog schreibt, sollte mindestens 3 Grundwerke zu seinem Thema kennen und sie schon mal gelesen haben. Wenn das noch nicht geschehen ist, dann ist das Weihnachten der beste Zeitpunkt dafür. Basics zu kennen ist nicht nur extrem hilfreich beim Schreiben, es ist auch notwendig, um relevantes Wissen vermitteln zu können.

Ein Tipp – Schreibt alles, was Euch beim Lesen gut gefällt (Gedanken, Zitate, Fragen, die Ihr nachforschen wollt) in Swipe-Files auf. So hat die nächste Schreibblockade keine Chance mehr!

Das Rad neu erfinden…

oder eben nicht. Habt Ihr schon mal einen List-Artikel oder einen Warum-Artikel geschrieben? Auch wenn sie zurzeit ziemlich abgenutzt zu scheinen sind, funktionieren diese Artikel-Art immer noch erstaunlich gut.

Solche Artikel stehen oft unter Kritik, dass sie keinen Mehrwert und dass sie lediglich um eine Kopie eines anderen Textes darstellen. Um einen wirklich guten List-Artikel zu schreiben, sollte man sich Mühe geben und einen wirklichen Mehrwert seinen Lesern anbieten. Was nützt eine 101te Liste mit „12 Weihnachtsgeschenken für die beste Freundin“, wenn sie keine kreativen Ideen enthält und nur aus Vorschlägen besteht, die man schon mehrmals wo anders gelesen hat?

Nutzt die Zeit in den Ferien, um einfach mal einen Brainstorming zu machen und Ideen für List-Artikel aufschreiben. Wer mit solchen Artikeln wirklich hohe Reichweite erzielen will, sollte ein Thema wählen, in dem man sich richtig gut auskennt. Nur so kann man  einen Text erstellen, der für die Nutzer einen Mehrwert liefert.

Profi-Blogger Status ausbauen

Kein Blogger ist der absolute Experte in seinem Themengebiet. Doch wer gute Blogartikel schreiben will, muss sich von der Masse abheben und das schafft man am besten mit viel Wissen, Know-How und Erfahrungen. Wer gerade noch  ganz unten auf der Blogger-Karriereleiter steht, hat in der Regel noch keine tiefe Kenntnisse in seinem Bereich. Das kommt mit der Zeit. Wenden sich die Leser um die Meinung zu bestimmten Themen zu fragen, wird es klar: Der Blogger wird als Experte wahrgenommen – die perfekte Voraussetzung nicht nur für mehr Leser, sondern auch für ernste Unternehmenskooperationen.

(virtuelle) Taschen füllen ist wichtig für gute Blogartikel

Umfangreiche Recherchearbeiten gehören zum hochqualitativen Blogging dazu. Das kostet viel Zeit, ist oft nervig und kann den Schreib-Flow manchmalsogar für Wochen stoppen. Aber nur dann, wenn man immer beim Null beginnt. Eine Vorarbeit zu machen ist sicherlich keine schlechte Idee! Nutzt dafür z.B. die App Pocket, um interessante Artikel abzuspeichern. Wenn man beim Surfen im Internet auf ein interessantes Thema stoßt, kann man es gleich in der App abspeichern und von jedem Gerät wieder darauf zugreifen. Am besten die Themen gleich taggen, damit sie strukturiert sind – so bekommt Ihr schnell einen Überblick über die Themen. Texte schreiben fällt dann auch gleich viel leichter. Schon beim Lesen entwickelt man oft die Textstruktur und manchmal sogar gleich die Überschriften – sehr praktisch!

Kreative Schreibübungen

“Am 01.01 oder gleich am Montag fange ich mit den Übungen an” – wer von uns hat das nicht schon einmal gesagt? Nächstes Jahr wird es mit der Motivation viel leichter – der erste Januar ist gleich ein Montag. Wenn das kein Grund ist, wirklich mit den Übungen anzufangen! Zumindest mit den Schreibübungen – da reichen schon wenige Wiederholungen, um den Effekt zu spüren!

Für einen guten „Workout“ empfehlen wir diese Übungen:

  • Automatisches Schreiben

Bei dieser Methode muss man einfach losschreiben. Ganz egal, was dabei rauskommt! Auch wenn nichts einfällt, einfach blabla schreiben, Hauptsache nicht aufhören. Das Endprodukt wird Euch sicherlich überraschen. Diese Übung ist ideal um die  Schreibblockaden aufzulösen, denn beim automatischen Schreiben können unbewusste Gedanken ungestört aufs Papier gebracht werden – ganz ohne Zensur und Druck.

  • Bild beschreiben

Sich gut aufzuwärmen ist nicht nur beim Sport, sondern auch beim Schreiben wichtig. Die ersten Sätze fällen schwer, die darauffolgenden werden immer leichter. Am besten dafür ein Bild nehmen und einen Text dazu schreiben – was passiert auf dem Bild, welche Gefühle werden geweckt? Etc. Das hilft schnell in die Gänge zu kommen und macht nebenbei viel Spaß.

  • Kreatives Schreiben mit Assoziogrammen

Bei dieser Methode werden kreative Mindmaps erstellt – zu einem einzigen Wort. Schreibt mitten Auf dem Blatt ein Wort auf, zu dem Ihr einen Text erstellen wollt. Schribt jetzt alle Wörter, die Euch im Zusammenhang mit dem zentralen Wort einfallen – ohne nachzudenken. Es können auch ganze Sätze, Song-Titel, Figuren oder einfach Gedanken sein, die das Wort bei Euch ausgelöst hat.

Sich zurücklehnen, Sekt trinken und entspannen

Ganz schön viele To Dos für die paar Tage, die eher schon mit dem Festessen, Familienbesuch und TV-Marathon verplant sind… Ruhe genießen und mal auch nichts tun ist genauso wichtig für die schöpferischen Tätigkeiten, wie eine produktiv durchgeplante Schreibarbeit. Damit die Arbeit wieder Spaß macht, muss sie manchmal für ein paar Tage beiseitegelegt werden!

Wir wünschen Euch allen wunderbare Weihnachtsferien und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Über den Autor

Olga Ziesel

Olga Ziesel ist leidentschaftliche Texterin und Expertin für Pressearbeit. Sie bloggt regelmässig auf Text-Center.com und im Blog der Webagentur awantego.de.